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Freundschaftsdienst
// Unten, das ist Viking-Künstler Gabe Catanzaro, der einen Monitor zu Schrott macht. Unten, da ist auch Genêt Mayor, Aufseher über das Lausanner Label Viking Music, der uns einige Fragen zur weiteren Labelentwicklung, «2006» von Crowdpleaser und St.Plomb und den schwarzen Dingern mit dem Loch in der Mitte beantwortet (aus dem Englischen).
kommerz: Du hast gerade die Viking-Webseite erneuert. Hast Du noch andere Pläne mit dem Label? Was kommt in Zukunft heraus?
Genêt Mayor: Ich habe keinen wirklichen Plan für die Promotion des Labels. Viking Music ist nur eine Nebenbeschäftigung. Natürlich wäre es besser, ich würde da mehr Energie hineinstecken, aber es ist nun mal so wie es ist und ich bin stolz darauf. Als nächstes wird eine Remixplatte von Bauchamps «Ivy EP» herauskommen. Ich habe Paris the Black Fu, Secondo und Larytta gefragt, welches Stück sie am liebsten remixen möchten. Die 12 wird später im Jahr veröffentlicht. Eine EP mit zwei Stücken von St. Plomb ist in Entwicklung, und Crowdpleaser hat für 2007 neue Bomben angekündigt. Mein Lieblingsprojekt ist ein Cover von «Party in the USA» von Jonathan Richman. Dafür habe ich David-Ivar Herman Düne und Larytta engagiert. Es soll eine 45-Maxi werden, ich weiss aber noch nicht, wann sie fertig ist. Die beste Werbung fürs Label ist es natürlich, wenn unsere DJs und Bands live auftreten können (booking@viking-music.com).
Viking Music exisitiert seit 2001. Hat sich der Musikstil unterwegs geändert?
Ich wollte bei Viking immer die Musik, die ich mag, selbst wenn das bedeutet, dass der Stil bei jeder Veröffentlichung ändert. Hör Dir mal die «Horns»-Kompilation an, da hörst Du jede Facette. Ich weiss, das einzelne Stücke weniger gut oder auch weniger trendy sind, aber das ist mir eigentlich egal. Ich möchte die Musik meiner Freunde halt teilen mit den Leuten. Kommerziell gesehen ist das kein leichtes Unterfangen, weil die Kunden manchmal enttäuscht sind. Aber ich glaube, das Interesse bestimmter Fans nimmt zu. Ich habe nie gezielt ein Musikgenre für Viking Music ausgewählt, das sollen die Journalisten tun. Bis jetzt war alles elektronisch, das war schlicht einfacher.
Hättest Du gerne das von der Kritik gelobte Album «2006» von Crowdpleaser & St. Plomb herausgebracht?
Ich sage nicht nein, weil es ein grossartiges Album ist. Das Problem liegt darin, dass Gregor (Schönborn) und Vincent (Kolb) eine grössere Struktur brauchen, und das kann ich nicht offerieren. Sie müssen reisen, viel spielen und brauchen einen rechten Promotionsplan. Und sie verdienen es! Ich wollte nie alle Künstler unter meinem Dach behalten. Meine Freunde sollen selber ein wenig wachsen. Wenn sie woanders etwas besseres finden, dann freue ich mich für sie. Aber sehr gerne presse ich für sie jederzeit ein schönes kleines schwarzes Vinyl mit einem Loch in der Mitte.
www.viking-music.ch
Autor: Pascal Blum
/ Bild: Gabe Catanzaro
Veröffentlicht: 22.08.2006
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