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Kolumne
Yumyum Rhythms
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Inhalt: Vinyle kommentiert von Miky Merz.

Autor: Miky Merz, mail, website
#2

Juni 2006, Fussball-Hype und DJs à go go. Zürich, die distinguierte Dame an der Limmat, verträgt nicht alles, was gerade runtergeschwemmt wird. Deshalb «Yumyum Rhythms»: 7- und 12-Inches, insbesondere frische LPs, die eine überforderte Dame eigentlich revitalisieren müssten.

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The Congos and Friends
«Fisherman Style»
Doppel-LP oder 7“, Blood and Fire

Die Qual der Wahl; dieses Doppelalbum deshalb nicht übergebrauchen. Die schlichten Versionen des legendären «Heart Of The Congos»- Albums sind eigentlich für spirituelle Augenblicke produziert worden, einst von Lee Perry, 2006 re-definiert von Rhythm-&-Sound! DJs, denen z. B. die Congos auf Lebzeiten entgehen, bringet bitte wenigstens die deutschen Rmxe.

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Jazzanova
«Hold On»
Sonar Kollektiv
12’’

Ich bevorzuge die B-Seite: «I Just Wanna Sing For You». Es summt durch den Raum wie Roy Ayers in einer Live-Session, oder wie Theo Parrish in einem guten alten Radio-Mix. Es ist eine unverfälschte 70er-Melodie ad lib... Alex Barck (Jazzanova) beweist ein gutes Händchen, indem er Norman Weeks, einen brillierenden Disco-Exponenten, wiederentdeckt. Simply good times.

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DJ Medhi Feat. Chromeo
«I Am Somebody» (Kenny Dope Remixes)
12“, Because

Der Chromeo-Sänger aus Kanada ist einen Hinweis wert. Er lieferte «I Am Somebody» für DJ Medhi. Entstanden ist ein Electro-Boogie-trifft-Old-School-Projekt erster Güteklasse, wobei es eigentlich vier unterschiedliche Versionen beziehungsweise Tracks betrifft. Die ersten zwei Tunes klingen sehr kommerziell, doch der Kenny-Dope-Dub hat es in sich und fördert die Lust, an Untergrund-Parties zu gehen.

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The Nova Dream Sequence
«Interpretations»
CD only, Compost

Objektiv und zum heutigen Zeitpunkt betrachtet ist diese CD die «Platte des Jahres»: The Nova Dream Sequence vereinigt Philly-Sound, Detroit-Techno, Eurobeat und kritischen Surrealismus. Die 15 Stücke auf «Interpretations» klingen sinnlich, nachsinnlich und pushend. King Britt schreibt aus Vergangenheit und Gegenwart eine tanzbare Epoche!

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Luisito Quintero
«Percussion Madness»
LP, BBE Records

Er spielt mit allen Grössen von Herbie Hancock bis zu Erikah Badu. Jedoch; was niemand weiss: er wirkt zweitweilig auch als musikalischer Direktor der Masters At Work. Dabei gibt Luisitio Quintero den versierten Percussionisten, der sich locker an Fela Kutis oder Tito Puentes Rhythmen heranmachen kann. Anspieltipp: «Love Remains The Same».

Veröffentlicht: 29.5.2006