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In Lausanne

Ein befreundeter DJ aus Zürich (kein Kellner oder Modeberater im Bling z.B.) erzählte mir neulich, er sei per Bahn (mit was denn sonst, Private Jet?) nach Lausanne (eine Stadt am Genfersee) gefahren, um da in einem eigentlich herzigen Klübchen aufzulegen. Bis jetzt alles soweit business as usual. Nun. Es war Donnerstag, der Veranstalter auch nicht so Saturday-Night-Fever; item - es waren 500 Schweizer Franken vereinbart (inkl. Spesen). Punkt. Keine schlechte Gage.

Der Klub war praktisch leer. Tant pis. Man beugt sich ja, wenn es gastmässig (Zahlende) nicht so gut läuft - als Entertainer und so. Man will ja schliesslich vielleicht wieder da spielen. Oder? Es endete folgendermassen: Der DJ kriegte 200 Mäuse und wurde um 4 Uhr aus dem Klub auf die Strasse gesetzt; der Veranstalter wollte ihn partout nicht für zwei Stunden in seine Wohnung §aufnehmen (bis der erste Zug gegen Zürich gefahren wäre). Mein DJ-Freund stand draussen in der Kälte (um 4 Uhr in Lausanne hat keine Spelunke offen), hatte 200 Franken in der Tasche (von denen vieleviele fürs Bahnticket flöten gingen) und war selbstverständlich perplex.

Das ist nur EIN Beispiel, wie man Musiker abzockt. Im oben genannten Klub hatte ich sogar selbst einmal das Vergnügen, jener Gastfreundschaft zu erliegen:
Das preisgekrönte Essen (das ist Usus: Ausländische - ausserstädtische - Acts lädt man ein) musste man selbst bezahlen. Und die Gage für meinen Live Act suche ich bis heute in meinem Blouson.

Tja: A DJ's life is a hard life.

www.myspace.com/dadaglobal

Autor: David Dada Daniel / Bild: Dada
Veröffentlicht: 23.03.2009

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