Künstler: School of Language
Titel: Sea From Shore
Label/Vertrieb: Thrill Jockey
Format: CD
Im ersten Soloalbum des Briten David Brewis gerät der fröhliche Sixties-Sound seiner ehemaligen Band Field Music mit einer lustigen Fun-Punk-Attitüde durcheinander. Bei den missglückten Songs kann man immerhin studieren, wie viel technischer Aufwand es braucht, um einen harmlosen Refrain so zu zerstören, dass er «dreckig» und «echt» klingt. Bezaubernder sind gerade die Songs, die sich auf eine künstliche Art eine vergangene Popepoche aneignen. Barry Hyde von Futureheads, mit denen School of Language verglichen wird, spielt auch mit. Aber eher als nach den Futureheads klingt «Sea From Shore» nach einem demonstrativen Entwicklungsversuch von Field Music. (Wenn es denn diese wunderbare Band noch gäbe.) Leider hämmert Brewis dann doch zu oft auf die Trommeln, sodass er bei jedem zweiten Song die Abkürzung vom Songwriting zum Progrock nimmt. Wer will denn da hin?
www.myspace.com/schooloflanguage
Autor: pascal@kommerz.ch
Veröffentlicht: 12.06.2008
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