Künstler: Aavikko
Titel: Novo Atlantis
Label/Vertrieb: 9:PM Records
Format: CD/LP/digital
Das vierte Album der drei Finnen aus der Kleinstadt Siilinjärvi ist nun endlich erschienen. Nach Anfängen in den Neunzigerjahren als Lo-Fi-Casiocore-Band wurde das Projekt mehr oder weniger aufwändiger (aber nicht in eine schlechte Richtung!). Die Band hört sich diesmal an wie Cosmic Kraut aus den 1970er-Jahren à la Klaus Schulze oder Tangerine Dream, aber zum Glück ohne den Kitsch und ohne die Ernsthaftigkeit. Auf Klangreise mit Aavikko ist immer auch der Humor als Wegbegleiter dabei: «Computopia» hört sich an wie ein wildgewordenes Stück von Kraftwerk, «
Dies Irae Discodelico» wird begleitet von einem sakralen Chor und «Novo Atlantis II» triumphiert als das wahrscheinlich längste Aaviko-Stück ever; eine fünfzehnminütige Mischung aus Kitsch-Disco, Kirchenorgel und einem kleinen Blasorchester. Aavikko erfinden die elektronische Musikwelt zwar nicht neu, aber sie stinken nicht nach fader Retrowelle.
www.aavikko.net
Autor: Oliver Gfeller
Veröffentlicht: 27.06.2009
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